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Gepostet by on Apr 15, 2015 in Allgemein, Gespräche, Partnerschaft | Keine Kommentare

Warum wir vom Frieden zwischen den Geschlechtern noch weit entfernt sind

Warum wir vom Frieden zwischen den Geschlechtern noch weit entfernt sind

Eigentlich geht es ja in meinem Blog um ein anderes Thema, doch heute muss ich eine Antwort auf einen Artikel schreiben, der mich auf die Palme bringt: Darin geht es um die oftmals weibliche Aussage, dass „alle guten Männer entweder vergeben oder schwul sind“. Ist das nun Mythos oder Realität? Mögliche Gründe für diese weibliche Aussage seien:
• Der oftmals weibliche Wunsch, den Mann perfektionieren oder reparieren zu wollen
• Die Absichtslosigkeit und Unerreichbarkeit des vergebenen oder schwulen Mannes
• Und überhöhtes Anspruchsdenken der Frau

Harter Stoff für eine Powerfrau wie mich. Schließlich gehöre ich auch zu den „Antreibern“, eine meist als mutig und stark bezeichnete Frau, die Dinge bewegt und eben nicht mit drei Paar Schuhen im Schrank zufrieden ist. Ich sehe mich als Motor und treibende „Kraft“, ohne die es nicht nur für mich selbst, sondern auch für meinen Mann und unsere Kinder nicht voran gehen würde. Ohne meine stetigen Herausforderungen und Fragestellungen würden wir alle beständig auf der Stelle treten. Mit „Perfektionieren“ oder gar „Trainieren“, hat das nur im weitesten Sinne zu tun. Denn dazu gehören immer zwei. Männer die sich trainieren lassen, weil sie sich davon Vorteile versprechen, haben Pech und müssen sich die Frage gefallen lassen, ob sie auch gegen den „Erziehungsversuch“ einer Frau „ihren Mann stehen“ können.

Erstaunlicherweise konnte ich sehr oft feststellen, dass gerade attraktive/gute Männer mit einer Frau verheiratet sind, für die die Bezeichnung „Zicke“ noch harmlos ist. Es wird Männern wohl immer ein Rätsel bleiben, wie die nonverbalen Zeichen, die wir Frauen untereinander in der Lage sind auszutauschen, zu deuten sind. „Dieser Hecht gehört mir“, steht diesen Damen im Gesicht geschrieben und mich treibt die Frage, warum er sich für sie entschieden hat und nicht für mich. Das fordert mich geradezu zum Flirt heraus. „Biste sicher?“ ist die Antwort für die Ansage der Ehefrau. Noch mehr Spaß bereiten mir die Männer, die mich dezent auf die eigene Unerreichbarkeit hinweisen. Mal unter uns: „Jeder Mann ist eben nur ein Mann!“

Die Absichtslosigkeit eines schwulen Mannes ist geradezu ein Geschenk. Ich selbst hatte schon das Vergnügen, mit einem schwulen Freund Arm in Arm zu laufen, ohne die Angst, nach dem dritten Kompliment eine eindeutige „Gegenleistung“ erbringen zu müssen. Verheiratete oder schwule Männer, die sich durch meinen Flirt bedrängt fühlen, kann ich nur bedauern, denn sie sind in sexueller Hinsicht anscheinend nicht so gefestigt, wie sie glauben machen wollen.

Wenn ich als Frau schon vor einer Beziehung meine Ansprüche runter schrauben soll, womit muss ich dann erst klar kommen, wenn der „Alltag“ in die Beziehung eingekehrt ist?
Vielmehr sollten die armen, unbeachteten Männer aus der zweiten Reihe, die sich immer darauf berufen, dass wir Frauen zu anspruchsvoll sind, einmal die Pobacken zusammenkneifen und sich die Mühe machen, herauszufinden, was wir Frauen gern haben. Beständiges werben gehört oftmals dazu! (Wenigstens bis sie die Frau da haben, wo sie sie hin haben wollen.) Die wenigsten trauen sich das. Die wirkliche Mär ist die, der stets umworbenen Frau. Viel zu selbstbewusst kommen wir heute daher.

So lange wir Geschlechter uns immer noch ständig alles Negative um die Ohren werfen und uns gegenseitig die Schuld in die Schuhe schieben, statt uns gegenseitig in unserer Einzigartigkeit wertzuschätzen und die Ergänzung zu suchen, sind wir von friedvollen, an- und miteinander wachsenden Partnerschaften weit entfernt.
Eure Mina

Foto: www.pixabay.com Fotograf: gerald

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